Substantiv · m

Güete

dr Güete

Appetit, an Güete, guten Appetit

Sammlung

Referenzen

Gr. 101
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Verwandte Wörter

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hirtu

das Vieh im Stall besorgen, füttern; 2. schnell sättigen, den Magen füllen; denu mag mu hiitu nit ghirtu, der hat einen ungeheuren Appetit

veraamängge

die Redaktion des Idiotikons meint dazu: dieses Wort fehlt im Idiotikon, vgl. aber mänggeleⁿ II (Band IV, Spalte 331), Bedeutung 1: «langsam, bedächtig, auch mit wenig Appetit oder gar Ekel essen; wählerisch sein im Essen» oder "manggen", fehlen, abnehmen

Schluck

1. Schluck, Schlund, Speiseröhre; 2. eine gewisse Menge Flüssigkeit, är het an güete Schluck, er trinkt viel; in du lätzu Schluck cho, sich verschlucken

tängillu

dengeln, die Sense schärfen; an güete Meder tüet am Aabund d Sägesa tängillu, dasch am Moorgu wider paraat ischt; ein guter Mäher dengelt am Abend seine Sense, damit sie am Morgen bereit ist [Id. 13/665], mehr, Sprachatlas

Hüssfroww

Hausfrau; An era güetu Hüssfroww chalbjot der Späck im Spiicher. Einer guten Hausfrau kalbert der Speck im Speicher (SV, Sprichwort, 56)

Wiip

Weib; wie im Hochdeutschen hat dieser Begriff auch im Dialekt eine Bedeutungsverschlechterung erfahren und wird eher abschätzig verwendet, as aalt Wiip, ein altes Weib; Alltagswort und die erste Bezeichnung für Frau, bzw. meine Frau ist es noch im Walserdeutschen der Südwalser (Pomatt, Gressoney etc.). Näbu du ma güetu Ma ischt äss liechts as güet Wiip z sii. Neben einem guten Mann ist es ein leichtes, ein gutes Weib zu sein (SV, Sprichwort, 66). Gip dum Bärr as Wiip, de stilled er. Gib dem Bär ein Weib, dann beruhigt er sich. Dieses Sprichwort beinhaltet die uralte Erkenntnis, das die Ehe einen wesentlichen Domestizierungseffekt hat (SV, Sprichwort, 119). Daa was aalt Wiip der Grint setzt, mag nu as Stieri nit umgidreeju. Wo ein altes Weib seinen Kopf setzt (Willen hat), vermag auch ein Stier ihn nicht zu drehen (Altersstarrsinn, SV. Sprichwort, 147)

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